Presseberichte/Reviews über "Paths"
Metalfactory.ch:
Tja,
werte Freunde der düsteren und melancholischen Mucke, mit Gothic
Metal-Bands ist das ja heutzutage so wie mit dem Angebot aus dem aktuellen
IKEA-Katalog: Sehr vieles ist einfach nur billig produziert und beliebig
austauschbar, ohne dass man einen Unterschied bemerken würde (bis auf die
lustigen Bezeichnungen natürlich), und doch kann man auch hier ziemlich
gute Sachen ergattern. Man mag sich jetzt fragen, warum ich diesen
zugegebenermassen an den Haaren herbeigezogenen Vergleich angestrebt habe,
aber das hat alles seinen Sinn. Wie gesagt, der Markt wird nach wie vor
von Plagiaten der übelsten Sorte überschwemmt, und es ist beinahe unmöglich,
einen einigermassen passablen Überblick zu behalten. Ab und an findet
sich aber doch in diesem ewigen Strom der Kopien und Trittbrettfahrer
etwas, das sich lohnt, entdeckt zu werden. Eeriness dürfen hier ohne
jegliche Übertreibung genannt werden, denn nur schon ihr offizieller
Erstling „A Life Beyond The Shades Of Time“ hat sich aus der Masse
herausgehoben, und „Paths“ macht da keine Ausnahme und knüpft genau
dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Und doch hat sich einiges geändert,
sowohl in der Bandbesetzung selber (die weiblichen, sehr schönen Vocals
werden neu von Sirkka Skald übernommen und als Fellgerber agiert
Thomas
Willareth
)
als auch im Sound: Der ist versierter geworden, härter, druckvoller im
Aufbau, gleichzeitig auch sensibler, man möchte an dieser Stelle das Wort
zerbrechlich verwenden, denn genauso kommen einige Passagen rüber.
Beispielsweise die Endsequenz von „The Cruelty Of Life“: Zuerst faden
die Gitarren, der Bass und das Schlagwerk aus, anschliessend folgt eine
einfühlsame Keyboard- und Violoncello-Melodie, die zum Einen einfach sehr
schön ist, und zum Anderen zeigt, dass Eeriness darauf bedacht sind, alle
Instrumente zur Geltung zu bringen. Das darauffolgende „Thanatos“
reisst einen jedoch sogleich wieder aus den Träumereien, denn hier wird
deftigst gebolzt, ohne jedoch zu ruppig zu werden, denn das würde meiner
bescheidenen Meinung nicht passen. Absoluter Anspieltipp ist aber der
zweite Track, „Neurosia“: Eingängig, wunderschöne Reibeisenstimme
von
Philipp
Gnos
(absoluter Pluspunkt, was die gesamte Scheibe betrifft: Es wird eher
selten richtig gegrowlt, die meiste Zeit sind die männlichen Vocals rau,
düster und packend, vergleichbar mit Stefan Hertrich, ex-Darkseed,
SpiRitual), extrem melodisch und dennoch dunkel, kraftvoll, treibend…
Worte reichen nicht aus um diesen Hörgenuss standesgemäss beschreiben zu
können, das muss jede/r selber erfahren (gegen Schluss schimmern sogar
leichte Type O Negative- und November’s Doom-Einflüsse durch). Um alles
auf den Punkt zu bringen: Eeriness servieren mit ‚Paths’ eingängigen
und dennoch kantigen Gothic Metal made in Switzerland, der garantiert die
Gruft erbeben lässt und jeden Schwarzkittel zum Tanzen bringt.
Geheimtipp!
Toby S.
Punkte: 9.7 von 10
Musik.Terrorverlag.de:
Die
Schweizer Dark Gothic Metaller
EERINESS
hauen mit "Paths" satte 4 Jahre nach
dem Debüt ihr zweites Langeisen raus. Unverständlich, weshalb da noch
kein „richtiges“ Label zugeschlagen hat! Denn schon für das 2003er
Werk "A Life Beyond the Shades of Time", welches immerhin auf
Shark Records erschien, heimste man ausnahmslos positivste Reviews ein.
Das sollte sich mit dem neuen Werk fortsetzen. Die üblichen Genre-Verdächtigen
dürfen als Vergleich natürlich wieder herhalten, dennoch geht durch die
sehr gothische Rangehensweise die Originalität nicht unter, eher im
Gegenteil!
Ein ausgereiftes Songwriting erwartet den Hörer, die Combo musiziert
schließlich auch schon seit 1996. In der momentan 7-köpfigen Band
erhellen auch 3 Grazien das Firmament, bei denen vor allem Sängerin
Sirkka Skald mit ihrem operesken Gesang heraussticht! Steht einer Tarja
Turunen in nichts nach! Aber auch die reichlichen Violoncelli- und
Keyboard-Einlagen von
Zorka Ciklaminy
bzw.
Tilia Schneider
sorgen für etliche Gänsehautmomente. Was
nicht heißt, das die 4 Herren der Schöpfung da hinterherhinken! Die
zimmern nämlich ein solides Fundament mit knackigen Sounds und der
Wechselgesang Growl/ Clean/ Operesk kann sich schwer sehen lassen.
Die 45 Minuten bis zum schönen 2-minütigen Outro "Drifting
Finitness" vergehen wie im Flug und man ist geneigt, schnell die
Repeat-Taste zu betätigen, um sich erneut geiles Zeug wie den fetten
Opener "Grief and Despair", das bombastische "Neurasia",
das an alte PARADISE LOST/ MY DYING BRIDE angelehnte "Afraid to
Lose"(Hit!), schnell riffendes wie "Thanatos" oder den
obergeilen Rausschmeißer "Time" reinzupfeiffen! Abgerundet wird
diese kleine Undergroundperle durch ein sehr stimmiges Cover und das feine
Booklet. Äußerst empfehlenswert!
Moses
EvilRocksHard.de:
Schon
zu ihrem ersten Album bekamen die Damen und Herren gute Kritiken und
stellten eine wohltuende Alternative zu den damaligen Genregrößen wie
Within Temptation und Nightwish dar.
Doch
mit diesem Album sollten es diese Formation schaffen, den ganz großen
Sprung angehen zu können. Das neue Eisen ist härter und noch
abwechslungsreicher geworden ohne aber auf altbekanntes zu verzichten.
Der dualistische Gesang ist nach wie vor vorhanden, aber zu der
Sopranistin gesellt sich ab und eine zweite Sopranistin, die dieselbe
Melodie singt jedoch eine Terz oder Quinte unten drunter, einfach genial
diese Intonierung. Kommen wir nun zur zweiten auffallenden Neuerung, der
härteren Gangart. Schneller, mit mehr Blastanteilen aber ohne das
Gefrickel herauf zu beschwören, immer die straighte Line vor Augen.
Nehmen wir nur mal den Song 'Grief And Despair', der auch gleich den
Opener darstellt - hier finden sich die bekannten Cello-Parts aber auch
die beiden Sopranistinnen, die eine gewaltige Klangfarbe entwickeln und
dies noch mit der tiefen Männerstimme kombiniert und einem getragenen
Instrumententempo - schon der erste Song begeistert und inspiriert. Die
blastigen Elemnte lassen sich zum Beispiel bei dem Song 'Facing Up To My
Destiny' entdecken, aber nicht nur dort.
Letztendlich
ist eine ausgewogene und mit Überraschungen gespickte Scheibe
entstanden, die das Prädikat "Besonders wertvoll" definitiv
verdient hat. Mein Tipp: Für alle Gothic-Metal-Fans ein absolutes Muss,
für Metalheads im klassischen Sinn auch ein interesssantes Album,
welches es lohnen würde ein Ohr zu riskieren!
Car
Sten
Metalnews.de:
Die
Schweizer
EERINESS
schicken dieser Tage mit "Paths" ihr Zweitwerk ins Rennen. Wie
schon beim Vorgänger "Beyond The Shades Of Time" bieten die
Eidgenossen dabei sauber gespielten Gothic Metal. Insgesamt erinnern die
Stücke dabei an Bands wie TRISTANIA, TRAIL OF TEARS oder auch SIRENIA,
haben dabei allerdings eine eigene Handschrift. Mit dafür
verantwortlich ist das Cellospiel von
Zorka Ciklaminy
, das den Songs einen leicht verträumten, melancholischen Hintergrund
gibt. Zudem geht man bedeutend härter und düsterer zu Werke, als die
oben erwähnten Bands. Bei den atmosphärischen Keyboardteppichen
erkennt man zudem Parallelen zum melodischen Black Metal der Marke
GRAVEWORM oder DIMMU BORGIR.
Im Vergleich zum manchmal vielleicht etwas überladenen Vorgänger
stehen auf "Paths" ganz klar die Gitarren im Vordergrund, was
den Stücken sehr gut zu Gesicht steht. Dazu kommt eine saubere,
druckvolle Pruduktion, für die sich die Band in die badischen Iguana
Studios begeben hatte. So findet sich auf der Platte eine gesunde
Mischung aus Härte, Melodie und Melancholie wieder, die den eigenen
Stil von
EERINESS
betont.
Gesanglich dominiert bei den Eidgenossen der knurrende Growlgesang von Sänger/Gitarrist
Philipp Gnos
. Im Gegensatz dazu steht der elfenhafte Operngesang von Neuzugang
Sirkka Skald, die ihr Organ vorteilhaft präsentiert und damit die Stück
um weitere Nuancen bereichert. Desweiteren gibt es in einigen Passagen
auch cleane Vocals zu hören, die allerdings eher der Abrundung des
Ganzen dienen.
Höhepunkte des Albums sind neben dem fulminanten Opener "Grief And
Despair" für mich das bretternde "Thanatos", sowie
"Overshadowed" und das abwechslungsreiche "Time".
Allerdings haben sich mit "Neurosia" und dem abschließenden
Instrumental "Drifting Finitness" in meinen Augen auch zwei
Songs eingeschlichen, die das Niveau nicht ganz halten können. So
bleibt unter dem Strich eine wirklich erstklassige Platte, die ich
Freunden des Genres nur wärmstens empfehlen kann. So manche ander Band,
die dieser Tage ein Album veröffentlichte, hätte sich hier eine
gewaltige Scheibe abschneiden können [siehe vor allem die eher
durchschnittlichen Veröffentlichungen von TRISTANIA und SIRENIA].
Punkte
6 von 7 (MN TIPP)/Oliver "Calandryll" Jung
Vampster.de:
Na,
wenn das keine Scheibe für mich ist... Drei Frauen auf einen Schlag in
einer Band, erprobter Gothic Metal mit zweigeschlechtlichem Gesang,
schleppend drückendes Tempo und die atmosphärische
Instrumental-Draufgabe in Form eines Violoncellos. Da hüpft die
Objektivität schon mal über Bord und weicht den subjektiven Faves.
Aber auch davon abgesehen hat das zweite Album der Schweizer Formation
einiges zu bieten. Als erstes sollte diesbezüglich die Abwechslung
genannt werden, die beinahe jedem Song seine eigenen Trademarks
kredenzt. Auch die melodische Komponente darf nicht außer Acht gelassen
werden. Alleine das Piano-Ende von "The Cruelty Of Life" ist
ein Gedicht, selbst wenn es nur eine Handvoll Tastenanschläge
rezitiert.
Wenngleich es für Gothic Metal-Acts zusehends
schwieriger, wenn nicht gar unmöglich wird, eigene Nischen für sich
beanspruchen zu können bzw. gar welche neu zu schaffen, so heben sich
EERINESS
doch ein wenig vom Gros des Genre-Mittelmaßes ab. Als hydraulische
Hebebühnen fungieren hier vor allem die härteren, beinahe deathigen
Passagen wie gegen Ende von "Neurosia", der leicht gewöhnungsbedürftige
Gesang von
Philipp
Gnos
,
der von der Intonation stellenweise an THE VISION BLEAKs Allen
Konstanz erinnert (etwa in "Facing up to my Destiny") und
nicht zuletzt der sehr gelungene Einsatz des Violoncellos, das dem Album
einen charismatisch melancholischen Anstrich verleiht. Aber auch die
klassischen Elemente des Genres werden gut umgesetzt, wenngleich diese
Passagen zu linienkonform wirken. Ganz gut versteht es auch der
Sopran-Gesang von Sirkka Skald zu gefallen. Insbesondere die Form, wie
er eingesetzt wird.
EERINESS
verzichten hier großteils auf das typische "Die Schöne & das
Biest"-Klischee, sondern verbinden die beiden Gesangsstile zu einem
zwar kontrastreichen, aber homogenen Ganzen.
"Paths" ist ein durchweg gutes Album
geworden, das anspruchsvoller ist als viele andere Gothic Metal-Scheiben,
härter als das Vorgänger-Album, überraschend spät zündet und
erfreulich abwechslungsreich ist.
Autor:
BWLinz
Metalstorm.ee:
Eeriness is a band coming from
Switzerland, a country with not so many bands, but keeping high quality
standards with the music the local acts have to present (Celtic Frost,
Coroner, Lacrimosa, Samael to name a few). They move in gothic metal
soundscapes and within 2007 they managed to return with their second
album, "Paths", an album that will entrance your senses with
the poetic atmosphere it evokes through its fragile, yet metallic,
aesthetic.
Ten compositions and 47 minutes of beautiful music to worship with all
of your heart is what Eeriness have to offer through their new album.
"Paths" starts echoing in your room and you slowly start
losing yourself into its gentle nature that devours your esoteric world
in the most kind way, so beautifully that you can't deny this process.
Every single instrument and vocal line partaking in this attempt is
well-conceived and well-executed, giving you the impression that
everything is flowing naturally, except for the male vocals of which i
will speak soon enough so as to not be misunderstood and make my
statement clearer and not lower
Philipp
Gnos
'
interpretation.
The guitars offer some really inspired work, the riffing is bittersweet
and plays an important role in the atmosphere of the album, whether the
guitars have a more emotional edge or a more dynamic one, a more soloing
attitude or a more acoustic one, they never fail to create the strong
core of the compositions and pave the way for the rest of the
instruments and the vocals to enter and adorn the soundscape in the most
ideal way! The rhythm section holds tight the compositions with its
groove and power in an unerring way. The violoncello and the piano/keyboards
dance together in a poetic manner their heart-rending waltz, with the
violoncello adding a dramatic and doleful sense to the compositions, the
piano melodies adding an elegance to the overall soundscape and the
keyboards either a more emotional aspect or a more intense symphonic one.
Just listen to the piano/keyboard work on "The Cruelty Of
Life" and if you won't find it at least fabulous then i really
don't know what to say. The female vocals is a highlight itself, Sirkka
Skald has one of the most beautiful female operatic voices in the metal
scene in my opinion. She's not so present in the album, and speaking of
that i mean when the time comes to compare them with other bands of the
scene that use female vocals. Eeriness use female vocals through their
compositions enough times so as to not sound boring but also make their
presence in the most appropriate way and lend another tone to the
compositions when needed, escalating the emotional charge of the songs
in a more fragile way. The male vocals now, they are just good, having
either a semi-grunting or a pure grunting accent, a little bit of
singing as well at times, but somehow
Philipp Gnos
makes them sound as if they were the most ideal vocals for the music of
Eeriness, they pace beautifully with the compositions making them a part
of the music that shouldn't be missing! Some people might need time to
get used to the vocals, just give the album a few spins paying attention
to everything as a unity and you're going to love them.
The album flows as one, everything is made to make "Paths" go
on as a unity, a very important factor since this release is going to
monopolise your interest for a long time. It is one of the most
emotionally sincere releases in the gothic metal scene for 2007, the
more you listen to "Paths" the more paths you discover through
the compositions, it becomes a sweet addiction to fill your nighttime
with bittersweet visions and memories.
PS: Thanatos, which is the 6th song of the album, is a greek word and
means "death".
Points
8,8 of 10/Der Rozzengarten
Metalperspective.com:
Eeriness comes
from Switzerland, the land of the mighty Celtic Frost, Crystal Ball,
Lunatica and many more that I forget now. They have already eleven years
of existence and have release two demos and their debut album back in
2003. After four years of hard work they strike back with their newest
work "Paths".
In
this album Eeriness have included ten tracks and almost fifty minutes of
dark gothic metal. Actually Eeriness is another band that they follow the
path of dual male and female vocals, which means that the male vocals are
a little bit extreme and the female more ethereal.
Sometimes
I am wondering with myself, what else new you can hear from a band that
follows the gothic/atmospheric metal path. So far I haven’t found the
answer, but I believe every band has its personality. If this personality
and musicianship are in high levels, then they can release something
really interesting.
If
you want to have a picture of the music of Eeriness in your mind, imagine
influences from Trail of Tears, Tristania and Paradise Lost together with
the personal sound of the band, with a very talented singer and well
worked compositions. Personally I believe that Eeriness have found their
personal sound and I dare to predict that in every new release they will
give us something better and more mature than their previous work. Last
but not least, personally I adore the time that I spent to hear the music
from Eeriness and definitely their album will be for quite long inside my
CD player.
Points
8,5 of 10/Antonis Maglaras
Metalworld:
Die Schweizer
Gothic-Metaller Eeriness besingen auf „Paths“ die emotionale
Zerrissenheit der Sehnsucht nach innerer Zufriedenheit und der Realität,
die ein unüberwindbar scheinendes Hindernis auf dem Weg zur Erfüllung
derselben darstellt. Die im Vordergrund stehenden Growls von Frontmann
Philipp Gnos
und der ein wenig
zurückhaltender eingesetzte Operngesang Sirkka Skalds stellen, analog zu
den brachialen und sanften klängen, das Licht der Dunkelheit gegenüber,
was besondere Höhepunkte erreicht, wenn beides gleichzeitig vorkommt. Die
Arrangements sind sehr abwechslungsreich, und der Einsatz eines Cellos
verleiht den wunderschönen Melodien eine besondere wehmütige,
stellenweise auch schauerliche Note. Eeriness haben mit ihrer eher düsteren
Mischung aus Metal und Gothic eine Balance gefunden, die mir sehr gefällt,
und mit ihren überdurchschnittlich tiefgründigen Texten sind sie gewiss
eine Bereicherung für dieses stetig wachsende Genre.
Ronny
Music-Scan.de:
Gothic-Metal
ist in der Regel wie der Tanz auf einer scharfen Klinge, das Wandeln auf
einem sehr schmalen Grat, immer versucht in Extreme zu verfallen. Auf der
einen Seite warten wahre Gefühle, echt Dunkelheit und tiefe Trauer, doch
einen Schritt zuweit, gleitet es schnell ins übertrieben Pathetische ab
und klingt einfach nur dick aufgetragen. Diese Erfahrung haben schon
einige Bands teilen müssen und dies verleidet auch den Genuß so mancher
Veröffentlichung aus diesem Bereich. Auch
EERINESS
(zu deutsch : Unheimlichkeit) wandeln entlang dieser Grenze, aber es sei
vorweggenommen, über weite Strecken gelingt ihnen dieser schwierige
Balanceakt. "Paths" ist nach der ersten Promo-CD und der
nachfolgenden VÖ "A Life Beyond The Shades Of Time" das dritte
Lebenszeichen des Septetts (wobei drei Mitglieder die Band mittlerweile
verlassen haben) aus dem Süden Deutschlands. Im Gegensatz zu manch
anderer Truppe, verzetteln sich
EERINESS
auch nicht in süßlichen Spielchen der Marke "Die schöne und das
Biest", auch wenn man mit Sirkka Skald eine Chanteuse in seinen
Reihen hat, die offenbar über eine klassische Gesangsausbildung verfügt
und sich mit Sänger Philipp muntere Gesangsduelle liefert. Trotzdem, die
Songs sind enorm abwechslungsreich, clever arrangiert und müssen sich vor
Genregrößen absolut nicht verstecken. Hier stimmt auch die Bezeichung
Metal noch, denn viel zu oft hört man bei vergleichbaren Bands nur noch
sehr dezent eingesetzte Gitarren. Doch "Paths" besticht sowohl
durch knallende, rockende Passagen, wie eben auch durch üppige
Arrangements und wohldosierte Melodien. Einziges Manko scheint mir die
doch etwas eindimensional dahertönende männliche Stimme zu sein, aber
selbst das kann den famosen Gesamteindruck nicht trüben.
Daniel
Punkte: 8 von 10
Stadtstreicher.de:
Die
Schweizer Band bietet auf ihrem zweiten Album rockigen, düsteren
Gothicmetall, wie er derzeit in diesem Genre ziemlich angesagt ist.
Eeriness arbeiten mit einer Opernsängerin, was allerdings gleich die
(berechtigte) Frage nach Epigonentum aufwirft. Ja, Nightwish lassen da
irgendwie schon gewaltig grüßen. Die Platte ist hart und für
Metalverhältnisse auch ansatzweise progressiv. Zum Septett gehört eine
Cellistin, die durch ihr direktes Spiel - im Meer von sonst synthetischen
Streichern - wunderbare Akzente setzt. Die Kombination von rauhem
männlichen Gesangs und weiblicher Opernstimme ist freilich nicht so
jedermanns Ding - und je nach Musikgeschmack entweder grandios oder
nervend. Musikalisch ist die Band indes absolut versiert und stets
bemüht, das Ganze trotz aller Homogenität nicht langweilig werden zu
lassen. Da gibt es tolle Rhythmuswechsel, Gitarrenriffs folgen plötzlich
sparsame Klaviereinlagen, und es gibt auch mal
ein Solo vom Cello. Gar nicht übel das Ganze, über banale Texte sollte
man sich allerdings keine Gedanken weiter machen. Highlights sind der
fulminante Opener "Grief And Despair", das spannende Stück
"Time" und das finale Instrumental "Drifting Finitness.
Bewertung:
Fulminant
Autor
: Peter Viertel
Stormbringer.at:
Nach und nach scheint Musik der etwas härteren
Gangart dem bisherigen Exportschlager der Schweiz (nämlich dem Käse) den
Rang abzulaufen. Mit
EERINESS
scharrt nach KROKUS, GOTTHARD, CATARACT,
SAMAEL & Co eine weitere vielversprechende Band in den Startlöchern,
die mit ihrer zweiten regulären CD "Paths" vorwiegend Freunde
von gothic-metallischen Klängen bedient.
Zugegeben, die Idee agressive männliche Vocals in Kontrast zu elfenhaften
female Vocals zu stellen, ist alles andere als neu. Dennoch ist bei
EERINESS
einiges anders, als bei vielen
vergleichbaren Bands. Mit Sirkka Skald haben die Eidgenossen nämlich eine
Sängerin an Bord, die sich nicht auf die hauchdünnen obersten Regionen
der Gesangsskalen beschränkt, sondern mit einer toll ausgebildeten und
vollen Stimme punkten kann. Auch wenn der Vergleich zu Ex-NIGHTWISH Sängerin
Tarja Turunen bei ähnlich gelagerten Bands immer wieder bemüht wird,
hier trifft er ausnahmsweise wirklich zu, was durchaus als
Kompliment zu verstehen ist. Zweites tragendes Element ist das Cello, das
einen schönen Gegenpol zu den heftig schrubbenden Gitarren setzt. Auch
das ist nicht neu, passt aber sehr gut zu den Songs von
EERINESS
und erzeugt Stimmungen, wie man sie seit
der mediengerechten Bestattung von SENTENCED kaum mehr zu hören bekommen
hat.
Ein bisschen müssen die Schweizer noch am Songwriting feilen. Das Mass an
Komplexität und Härtegrad in Kombination mit melancholisch-traurigen
Stilelementen geht soweit in Ordnung, wirkt allerdings stellenweise noch
etwas holprig. Wie man hört, befindet sich das Lineup der Band allerdings
derzeit im Umbruch - sobald sie hier etwas Ruhe gefunden haben sollte da
noch einiges möglich sein. Vorerst dürfen
EERINESS
aber schon mal als handfester Geheimtipp
aus der Schweiz gehandelt werden.
Punkte: 3,5
von 5
Autor: ADL
Arising Realm:
Gothic Metal aus der Schweiz bekommen wir in Wien nicht oft zu hören.
Eeriness existieren seit knapp elf Jahren und legten mit „Paths“ vor
kurzem ihr neuestes Langeisen vor. Im Gothic Bereich sucht man
interessante Scheiben mittlerweile mit der Lupe, zuwenig Interessantes
wird leider in diesem Bereich veröffentlicht. Eeriness haben das Dilemma
erkannt und versuchen nicht, zwanghaft eine der bereits etablierten Gothic
Truppen zu kopierenm sondern fabrizieren auf „Paths“ eine gesunde
Mischung aus hartmetallischen und dunklen Klängen, ohne jedoch
vorhersehbar zu klingen. Auf insgesamt zehn Songs versucht das Schweizer
Septett ihre Definition von eingängigen Klängen, gepaart mit hartem
Riffing, zu kombinieren, ohne jedoch darauf zu vergessen, den Songs einen
eigenen Stempel aufzudrücken. Natürlich ist ein Wechselspiel zwischen männlichen
und weiblichen Stimmen nicht wirklich neu, doch „Paths“ kann sich als
Gesamtwerk betrachtet durchaus sehen lassen, wobei Eeriness Vergleiche mit
„grossen“ Bands keinesfalls zu scheuen brauchen.
Punkte:
8 von 10
Autor: Michael Freitag
Home-of-Rock.de:
Selten sind sie inzwischen geworden, die Bands, die der guten alten
Gothic Metal-Schule huldigen und schwermütige Melancholie mit
harschem Black Metal in Einklang bringen. Das ist ja auch irgendwo
nachvollziehbar, wenn man sieht, dass die gemäßigte,
orchestral-melodische Variante inzwischen wesentlich breitere
Publikumsschichten anspricht und die realistische Chance auf nicht zu
unterschätzende Charterfolge offeriert.
Die
Schweizer
EERINESS
sorgen hier erfreulicherweise für ein wenig Abhilfe und widmen sich voll
und ganz dem Sound, der frühe THEATRE OF TRAGEDY oder TRISTANIA
auszeichnete.
Große
Überraschungen gibt es dabei nicht. Natürlich hetzt der grimmige, lüstern
geifernde Troll mit zotteligem Fell die anmutig zirpende Elfe im eleganten
langen Kleid von der Oper über den verlassenen Friedhof quer durch das
dichte Unterholz zu seinem finsteren Unterschlupf.
Zornige
Riffattacken sorgen für den notwendigen Druck und ansprechende Härte,
elegische Keyboard- und erhabene Streicherpassagen schaffen die
ansprechende Atmosphäre, wenn Licht und Dunkel sich schließlich
vereinen.
EERINESS
beherrschen das Spiel der Kontraste in Perfektion und peitschen den Hörer
durch ein Wechselbad der Emotionen, zwischen aufwühlend und mitreißend
hin zu besänftigend umschmeichelnd. Das ganze geschieht auf technisch
hohem Niveau und innerhalb der Genre-Klischees auf spannende und
abwechslungsreiche Weise.
Für
Liebhaber dieser Klänge bleiben bei "Paths" keinerlei Wünsche
offen. Wenn es den Eidgenossen jetzt noch gelingt ihre musikalischen
Visionen unfallfrei und vor allem wesentlich häufiger als in der
Vergangenheit auf die Bühnenbretter dieser Welt zu bringen, dann steht
dem Durchbruch im Gothic Metal-Underground auf breiter Front nichts mehr
im Wege.
Martin
Schneider
Heavy-Metal.de:
Eeriness haben in den letzten Jahren etliche
Besetzungswechsel hinter sich gebracht. Doch so langsam scheinen sie sich
in eine feste und, vor allen Dingen, gute Form gebracht zu haben. Der neue
Silberling ‚Paths’ ist jedenfalls eine richtig gute
Gothic-Metal-Platte geworden. Ausdrucksstarke und saubere Cello-Passagen
lockern den Sound genauso schön auf wie der klare und engelsgleiche
Sopran-Gesang. Die Musik ist vom ersten bis zum letzten Ton melodisch und
auch proffessionell gespielt. Die Songs haben, jeder für sich, eine
eigenständigleit und einen hohen wiedererkennungswert. Ich kenne leider
die vorherigen Aufnahmen von Eeriness nicht aber ich muss sagen, dass
diese Veröffentlichung hier sicherlich viele Gothic-Metaller begeistern
wird. OK, für mich persönlich könnte es ab und zu mal eine Spur härter
sein, aber als Musiker gebe ich gerne zu das hier alles stimmt und gut
klingt. Die Produktion tut ihr Übriges dazu und ist sauber und klar.
Genau so muss man abmischen wenn man diese Musikrichtung macht.Gesamteindruck
nicht trüben.
Ich kann hier wirklich nichts negatives
finden. Mein Lieblingssong ist der dritte ‚Afraid To Lose’. Das heisst
aber nicht das die anderen schlechter sind...... Ich denke mal jeder darf
einen Lieblingssong haben..
8 Punkte von 10 für Paths/Kain
FMM-Rock.de:
Auf
ihrem zweiten Album bieten uns Eeriness wieder teils harten, teils
ergreifenden Gothic Rock/ Metal, der zu Beginn bei "Grief And Despair"
treibt und stampft ohne Ende, wobei auch die Stimme von Philipp Gnos trotz
den Growls sehr gut zu verstehen ist. Ganz eindeutig erinnern mich die
Cello Parts von Zorka Ciklaminy etwas an Eisregen, doch das passt hier und
die Mischung mit dem Keyspiel von Tilia Schneider trifft den Nagel auf den
Kopf. Der opernhafte Gesang von Sirkka Skald sitzt punktgenau und
vermischt Kälte und Wärrme durch die unterschiedlichen Stimmen. Deutlich
härter fällt da schon "Neurosia" aus, auch wenn das Cello im Mittelpart
den Song ein wenig auflockert. Durchzogen von vielen Breaks, kommt uns
"Afraid To Lose" entgegen, das etwas fordernd und trotzdem
geheimnisvoll klingt, wie es auch bei den folgenden Stücken "Facing
Up To My Destiny", wo Sirkka entzückend ihr Organ ins Mikro
schmettert, und "The Cruelty Of Life" weiter. Dieser Song ist
zwar ein wenig eingängiger, ist aber auch raffiniert aufgebaut. Richtig
schnelle und ungewohnte Passagen haben wir in "Thanatos", das
war man bis hierher von dem Album nicht gewohnt. Auch männlich cleaner
und melodischer Gesang ist zu vernehmen, nämlich bei "Time".
Das klassische Intrumental "Drifting Darkness" beendet ein
Album, das zwar stark ist, aber doch ein wenig braucht, um zu greifen,
denn hier sind so viele Feinheiten versteckt, mit denen man erst mal warm
werden muss.
Autor: Jochen Strubel
Myrelevation:
EERINESS
schicken 4 Jahre nach "A Life Beyond The Shades Of Time" ihr
neues Album ins Rennen. Mit Violoncello und Vocals beiderlei Geschlechts fährt
das 7 köpfige Gothic-Metal Projekt (mittlerweile haben allerdings 3
Bandmitglieder ihren Ausstieg bekannt gegeben) eher den klassischen düsteren
Sound und das tut den Ohren in Zeiten des totalen Ausverkaufs ähnlicher
Gruppierungen doch mal wieder richtig gut. An Hitpotential haben die
Schweizer dennoch einiges zu bieten auch wenn auf Grund der an den Tag
gelegten Härte wohl erstmal kein Charterfolg in Aussicht steht. "Facing
Up My Destiny" wäre so ein Track: Komplexer Aufbau, eingängige
Melodien, wunderschöner Cello-Part, geschickte Gegenüberstellung der Sänger
Philipp Gnos und Sirkka Skald (1a Opernstimme übrigens!). Spätestens
"Thanatos" mit seinem Wechselspiel aus Knüppelei und Melodic
Parts sollte jeden Skeptiker davon überzeugen, dass EERINESS das Gothic
Genre nicht als Sprungbrett zum Mainstream nutzen sondern auf "Paths"
die Szene bedienen möchten. Wenn sich die Band nicht demnächst auflösen
wird, wie man hier und da munkelt, sollte das eigentlich ganz gut gelingen
mit so einer starken Scheibe.
"Paths" punktet mit Gefühl, Härte und Innovation. Besonders
die Arbeit der Gitarristen und des Drummers weiss mit todesmetallischer
Attitüde immer wieder zu überzeugen. Leichte Abzüge gibt es für die
teils trivial anmutenden Lyrics.
Pierre
Lorenz; 10/15 Punkte
Heavy!-Magazin:
Gothic Metal
mit einer Trällerelse als Aushängeschild ist ja nun bei leibe nichts
besonderes mehr. Doch durch die zwar nicht schöne, aber variable Stimme
des Gitarristen
Philipp Gnos
wird eine
Kontrastierung erreicht, die neben dem Cello-Einsatz als primäres
Spannungselement ausgemacht werden kann. Darüber hinaus wird die
notwendige Abwechslung auch durch Kompositionen und Arrangements erzielt.
9 von 12 Punkte, Jörg Schulz
Scarred For Life:
Einen
denkbar schlechten Zeitpunkt hat sich die Schweizer-Garde der
Gothic-Formationen mit männlichem und weiblichem Wechselgesang
ausgesucht, um ein neues Album herauszubringen. Könnte man meinen, denn
mit SIRENIA, TRISTANIA und THERION haben sich erst neulich diverse
Nordlichter an diesem Genre zu schaffen gemacht, ganz zu schweigen von den
käseköpfigen WITHIN TEMPTATION und in Kürze nicht minder mittelalten
und holländischen AFTER FOREVER.
Oder war es gar ein kluger Schachzug, das musikalische Versagen der oben
genannten Bands vorwegnehmend auszunutzen? Oder einfach nur Trendreiterei?
Die Antwort lautet: NEIN! Und zwar ganz klar, denn die Schweizer um
Goldkehle Sirkka Skald machen irgendwie ihr eigenes Ding - und Anbiederei
an musikalische Trends haben sie mit nicht von Nöten. Ganz zu schweigen
davon, dass Schweizer ebenfalls die hohe Kunst der Käserei vortrefflich
beherrschen - wenn auch hier und dort (noch) ein paar Löcher zu finden
sind. Es fängt dann auch ganz gotisch-klassisch mit dem Opener „Grief
And Despair“ an, wo ein schöner Rhythmus-Teppich gewoben wird auf
welchem sich bratende Gitarren, Cembalo-Synthies, ein Violincello und natürlich
männlicher Gesang, der nicht ganz „clean“ ist, aber auch nicht so
richtig „growlt“ oder kreischt, sowie opernhafte Female-Vocals
tummeln. Ein bunter Klangmix zur düsteren Musik ist eigentlich immer
genau das, was man von einer vernünftigen Gothic-Truppe erwartet und so
ist dieser Song denn auch ein Treffer, wenn auch nicht voll ins Schwarze.
Vergleiche mit den drei „Ds“ des Darkmetals DARKSEED, DRACONIAN und
DARKWELL kommen einem nicht nur bei diesem Song in den Sinn. Also von
wegen Käse. Etwas knackiger geht es dann bei „Neurosia“ zur Sache -
und vor allem metallischer. Die Atmosphäre ist im Gegensatz zu vielen
Bands des Genres wirklich sehr düster und man schwelgt förmlich in
schwarzer Klangmalerei bei „Afraid To Loose“. Die weiteren Songs
halten dann auch allesamt ein relativ hohes Niveau und machen sogar dem
Gruftie Spaß der zum Lachen in den Ofen des Kellers krabbeln muss. In
Kelleröfen lässt sich indes ein ganz vorzügliches Käsefondue
zubereiten und das wird der Gruftie spätestens bei „The Cruelty Of
Life“ verspeisen wollen, denn es reihen sich hier irgendwie packende
Melodien aneinander, die dem Hörer so schnell nicht mehr aus den
Gehirnwindungen entfleuchen mögen. Die Löcher fallen dann aber doch aus
dem Käse beim Song „Thanatos“, der fast schon deathmetallische Vibes
sein eigen nennen darf. Das mächtige „Beyond The Shades“ wäre hier
noch wohltuend hervorzuheben. Und das verspielte und mit vielen
klassischen Elementen angereicherte „Time“ ist dann vor dem
instrumentalen Outro ein würdiger Abschluss einer gelungenen Gothic Veröffentlichung.
Doch wo auch Licht, da auch Schatten und diese manifestieren sich in den Löchern
des oben erwähnten Käses: Der weibliche Operngesang ist viel zu sehr in
Schemata verhaftet, ohne irgendwelche Individualität herausblitzen zu
lassen. Trotz der technisch versierten Darbietung fehlt es an „Seele“,
wie es eine Tarja oder eine „the goddess herself“ Floor in ihren im
Sopran angelegten Gesangspassagen einhauchen können. Ebenfalls ist der
Gesang von
Philipp
Gnos
weder als Fisch noch als Fleisch zu bezeichnen - höchstens als Käse…so
kann er sich nicht richtig entscheiden, ob er rockig rau, tief, keifend
oder clean singen möchte, bzw. er liegt häufig zwischen allen Stühlen.
Er sollte sich da schon etwas extremer vorwagen. Trotzdem ist die Scheibe
stimmig in Szene gesetzt, im Ganzen gut hörbar und über dem gut
produziert. Die hohe Anzahl an Instrumenten kann hier auch bei den
Kompositionen voll punkten. Das Artwork ist nur als gelungen zu bezeichnen
und es wäre ein Wunder, wenn sich dieser Käse nicht verkaufen würde -
dafür ist er einfach zu gut und ausgereift.
Sascha
Powermetal.de:
Moderner metallischer Pseudo-Gothic mit Opernsängerin. Sind
EERINESS
also nur ein weiterer Epigone im Fahrwasser von NIGHTWISH? Antwort: Ja und
nein. Ganz klar sind die Schweizer von NIGHTWISH beeinflusst. Andererseits
ist auf ihrem zweiten Album "Paths" ein durchaus eigenständiger
Sound zu vernehmen.
Über die ganze Spielzeit präsentiert die Scheibe einen harten Düstermetal
mit leicht progressivem Einschlag. Und da zu dem Septett eine Cellistin
gehört, sorgt diese zusammen mit dem Klavier für eine Echtheit, die den
klassischen Anteil mit der Armee der synthetischen Geiger nicht allzu künstlich
klingen lässt. Hauptmerkmal von
EERINESS
ist aber die etwa gleichwertige Kombination des rauen männlichen Gesangs
und der weiblichen Opernstimme. Und diese werden zumeist von hartem Metal
bzw. von den klassischen Instrumenten begleitet. Dieser Sound prägt
"Paths" so durchgehend, dass es schwer fällt, einzelne Stücke
hervorzuheben. Das heißt aber nicht, dass es langweilig würde. Ganz im
Gegenteil: Immer wieder überrascht ein Rhythmuswechsel, und wenn eben
noch die Gitarren rifften, setzt plötzlich ein Solo von Klavier, Cello
oder Leadgitarre ein. Hier ist vor allem die Schlusspassage von 'Beyond
The Shades' zu nennen. Das einzige Stück, das aus diesem Schema herausfällt,
ist das orchestrale Instrumental 'Drifting Finitness', mit dem der
Silberling ausklingt. Im deutlichen Gegensatz zur musikalischen Klasse
stehen allerdings die banalen und unbeholfen formulierten Texte. (Man
lasse sich nicht von den pathetischen Titeln täuschen.) Stellenweise
klingt das wie aus dem Schulheft eines Vierzehnjährigen.
Aber nochmals: Die musikalische Qualität stimmt, und das ist ja die
Hauptsache.
Anspieltipps: The
Cruelty Of Life, Beyond The Shades, Drifting Finitness
Stefan
Kayser
Metal2Metal:
Ich
geb´s ja zu: Als Kind der Neunziger Jahre, gab es eine Zeitlang nichts
geileres für mich als guten Gothic Metal. Bands
wie Darkseed, Evereve, Theatre of Tragedy, Paradise Lost oder Crematory
rotierten damals fast täglich in meinem CD-Player. Leider
sind diese Zeiten lange vorbei und die genannten Bands oft nur noch ein
Schatten ihrer selbst.
Als ich jetzt "Paths" von Eeriness hörte hatte ich zunächst
erstmal den totalen Flashback. Das klingt ja wie ein verschollenes altes
Darkseed Album. Der Opener "Grief and despair" versprach zunächst
so viel. Kräftige Gitarren, dezente Keyboards, eingängiges Songwriting
und dazu eine Stimme die klingt wie Stefan Hertrich in seinen besten
Zeiten. Tief, Rau und leicht "angegrunted". Diese Rezeptur zieht
sich durch das ganze Album. Als Sahnehäubchen arbeitet die Band auch noch
mit einer Violine die eine ähnlich Melancholische Atmosphäre schafft wie
bei Eisregen.
Leider hat das Album auch eine Schattenseite und die hört auf den Namen
Sirkka Skald und ist für die Femal Vocals zuständig. Die Dame agiert in
höchsten Höhen und darf bei jedem Stück ran. Rein gesanglich macht sie
ihre Sache durchaus nicht schlecht, nur leider ist mir diese Stimme viel
zu hoch. Mit etwas tieferen Female Vocals hätte das richtig geil werden können.
Etwa so wie die Gastsängerinnen die auf den alten Dark Tranquillity Alben
dabei waren.
Für die, an sich, geilen Songs und die nostalgische Atmosphäre komme ich
trotzdem nicht um eine gute Benotung herum.
Sterne: 3,5 von 5
Hellnoise.com:
Fans von kitschigen Düster-Klängen haben einen
Grund zur Freude, denn endlich erscheint wieder einmal eine Platte, die
man sich am besten bei Kerzenschein und einem Gläschen Wein zu gemühte führen
soll. Mit Paths erwartet uns das zweite Album der schweizer
Gothic-Metaller Eeriness, das sich um einiges härter und komplexer präsentiert
als das Debüt „A Life Beyond The Shades Of Time“.
Dass man sich auf dieser Scheibe reichlich an Klischees bedient, dürfte
wohl auch keinen mehr überraschen: weibliche, opernhafte Vocals, männliches
Gegrunze, und, und, und. Gleich sieben Musiker gehen bei dieser Truppe zu
werke, wobei 3 Mitglieder Frauen sind, die, wie könnte es anders sein, für
Gesang, Violoncello und Keyboard zuständig sind, während Männer wieder
mal Gitarren und Drums spielen dürfen.
So nun aber zu den Songs. Gleich beim Opener „Grief and Despair“ zog
es mir eine Gänsehaut auf. Die Gitarren, das Chello, die Gesänge einfach
alles konnte mich hier gleich begeistern. Dementsprechend erhofft man sich
natürlich, dass die anderen Tracks diesen Standart halten können und man
wird zum Glück nicht enttäuscht. Der Grossteil dieser CD ist sehr
gelungen, auch wenn die eine oder andere Nummer mehrere Durchläufe benötigt
um zu gefallen.
Es überrascht sehr, dass der weibliche Gesang nicht dominant ist, sondern
sich mit dem männlichen Gegenstück die Waage hält. Auch Keyboard und
Gitarren werden gleicher Maßen eingesetzt und man hört sofort, dass die
Musiker ihr Handwerk verstehen. Das Beste ist jedoch das Chello, das sehr
effizient genutzt wurde und so das Tüpfelchen auf dem i darstellt.
Doch leider haben sich mit „Beyond the Shades“ und „Drifting
Finitness“ zwei Songs eingeschlichen, die sogar nach mehrmaligen Durchläufen
eher unspektakulär erscheinen. Macht aber nichts, denn trotz allen
Klischees und der teilweise fehlenden Eigenständigkeit ist Paths eine
wirklich gute Scheibe geworden, mit der vor allem Fans von Nightwish eine
Freude haben werden.
Deathman;
4 von 5 Kreuze
Metal Hammer:
Hereinspaziert:
Wer will noch eine Opernsängerin, wer hat noch nicht? Jedes Land braucht
mindestens eine Gothic Metal-Band, da darf die Schweiz natürlich nicht
fehlen. Diese Trällerlücke im Alpenland schliessen Eeriness, dies seit
1996 existieren und als klassische Metal-Combo begonnen haben, bevor sie
in die gotischere Gefilde drifteten. Für ihren Sinneswandel dürften
Nightwish eine grosse Mitverantwortung tragen, denn der Einfluss der
Finnen ist auch auf dem aktuellen Zweitwerk PATHS bei Eeriness deutlich zu
hören. Dies äussert sich grundsätzlich in der Mischung von Sirkka
Skalds Operngesang mit harten Gitarren sowie Keyboardklänge. Im Gegensatz
zu ihren alpinen Kollegen von Edenbridge schaffen es die Schweizer
immerhin, nicht wie Nightwish-Klone ohne eigene Seele dazustehen: Zu ihren
schmissigen Gitarren gesellt sich
Zorka
Ciklaminy
s Cello, was
den Songs eine weitere Dimension eröffnet, denen
Philipp Gnos
männliche
Härte eingrunzt. Leider stellen seine eindimensionalen und unpräzisen
Beiträge einen Schwachpunkt dieses Albums dar - egal, ob geknurrt oder
klar geschwurbelt. Ihre flotten Stücke auf Paths lassen jedoch die
Hoffnung aufkeimen, dass in Eeriness noch mehr Potenzial schlummert.
Gunnar
Sauermann; 4/7 Punkte
Pandaimonix.de:
In einer Zeit, in welcher der
typische Gothicmetal (also in etwa Powermetalschrubbdischrubb mit
Frauengejaul) schon wieder out, weil völlig überlaufen ist, lassen sich Eeriness
nicht beeirren und bleiben ihrer Linie treu. Wobei sich die siebenköpfige
Truppe sowieso etwas von der obligatorischen Massenware dadurch absetzt,
erheblich düsterer und härter zur Sache zu gehen. So wird der hauptsächliche
Gesangspart durch tiefe Growls abgedeckt und das (zugegebenermassen auf
zartbesaitetere Naturen leicht nervig wirkende) Organ von Opernsängerin
Sirkka Skald dient mehr dazu, die Songs an den richtigen Stellen
dezent aufzupeppen.
Sehr gut gefällt die dezente Untermalung durch das Cellospiel
Zorka Ciklaminy
s. Im grossen und ganzen kann man als musikalischen Vergleich die
Portugiesen Heavenwood mit ihrem "Diva" Album
heranziehen. Eeriness sind halt noch eine ganze Ecke
abwechslungsreicher und über das ganze Album gesehen vom songwriterischen
Standpunkt her gesehen hochwertiger. Lebte Heavenwoods "Diva"
vor allem vom genialen Opener und danach kam nicht mehr viel, bietet
"Paths" über die gesamte Spielzeit gesehen starke,
leicht depressiv angehauchte, schwermütige Gothicmetalmucke.
Für Trendhechler und Anhänger von Bands der Sorte Nightwish oder Within
Temptation ist "Paths" wohl eher nix, Freunde von düsteren,
etwas härteren Sounds dürfen aber ein Ohr riskieren, zumal an der
Produktion aus den Iguana Studios auch nichts zu mäkeln ist.
Punkte: 8 von 10
Autor: Christian Nitschke
Rocktime.de:
"Poetische
Texte in dunkler Klangfarbe gemalt. Mit ihrer aktuellen Düsterscheibe
"Paths" setzen die Schweizer Gothic-Metaller Eeriness
einen weiteren Dunkelstern in die schwarze Galaxis. Mit diesem
offiziellen, musikalischen Statement unterbrechen die Eidgenossen die
schwarze Kolonne der Nordländer wie Sirenia und Tristania
oder auch Nightwish, die ähnliche Klänge in ihrem Ablaufplan
haben.
Mit ihrem zweiten Album begeben sich die
Gothic-Stilisten mehr auf das keyboardgeschwängerten Terrain der
gekonnten, weiblichen Soprangesänge. Die bereits zu Anfang im Verbund mit
Growls, in wohlig warmer Färbung, oftmals die Richtung wechselnden
Klanglinien bei "Grief And Despair" gipfeln teilweise in
deathlastigen, männlichen Vokalpartien. Gekonnt werden vielschichtige
Klangessenzen eingebaut, Celloeinlagen ergießen sich auf "Neurosia"
in emotionale Tiefen und verströmen kalte, magische Momente. Tolle
Gitarrenharmonien sorgen dafür, dass der Metalanteil nicht zu kurz kommt,
gleichsam traditionell fett und schrubbend. Die Symphonic-Metalglasur wird
in "Facing Up To My Destiny" mit zeitweisen Thrash-Attacken
erfolgreich aufgetragen. Dominante Chorusse und Keyboardeinsätze passen
nahtlos ins Klangbild. Ultramelodiöse Tracks wie "The Cruelty Of
Life" und "Thanatos" machen mit packenden Gitarrenriffs und
wehmütigen Gesängen, die teilweise von knallhart bis ins pathetische
gehen, eine gute Figur. Einen der stärksten, sich in die Ohren
fressenden, beinahe mit Hitcharakter versehenen Songs wird mit "Beyond
The Shades" abgeliefert. Sentimentales Flair mit schwarzem Trauerflor
eingerahmt und mit schmelzender Hookline, bleibt diese beinahe epische
Hymne noch lange im Gehör stehen. Bedingt neoklassisch angehaucht, mit
erhabenen Midtempoparts und wiederkehrenden Schattenbildern morbider
Tragik, kann "Time" in der Gothic Metal-Allianz einen guten Eingängigkeitsfaktor
erzielen. Instrumental und bereits im Genre der E-Musik klingt dieses
Album mit "Drifting Finitness" aus. Hymnisch und mit teilweise
eleganter, unterkühlter Note, aber dennoch in der Tradition zeitgemäßer
Düstermucke, werden auch noch nach diversen Hördurchläufen immer neue
Facetten instrumentaler Überraschungsmomente freigeben. Die ideale Hörkost
für diejenigen, die sowohl auf gute, wie auch auf eingängig sauber
strukturierte Melodien im traditionellen Gothic-Spektrum stehen."
Metal1.info:
"
EERINESS
kommen aus der Schweiz. Außerdem machen sie stromgitarrenverstärkte
Musik. Langsam werden die ersten Assoziationen wach, denkt man bei dieser
Kombination doch unwillkürlich an Samael. Um eines vorweg zu nehmen: mit
den ehemaligen Düsterkönigen haben
EERINESS
neben den in den ersten Sätzen erwähnten Gemeinsamkeiten nicht allzu
viel zu tun, unterscheidet sich der Sound doch ganz erheblich. Ansonsten
fallen Vergleiche von vorneherein so ziemlich flach, denn viele Schweizer
Gothic-Bands, und eine solche ist
EERINESS
,
sind mir nicht bekannt. Umso besser, so kann man auf jeden Fall unbelastet
an die Aufgabe herantreten. Ein ziemlich ausführliches Bandinfo gibt
Auskunft über das bisherige Schaffen der Band, welches sich mittlerweile
auch schon über mehr als zehn Jahre erstreckt. Dass das Keyboard erst mit
der Zeit zu einem wichtigen Bestandteil der Musik wurde, kann man sich
beim erstmaligen Hören von „Paths“ nicht unbedingt vorstellen,
dominiert das Instrument doch weitreichende Passagen. Ein weiteres auffälliges
Trademark ist das Cello von Zungenbrecherin
Zorka
Ciklaminy
,
welches immer wieder mit filigranen Einlagen für gesteigertes Aufhorchen
sorgt. Erfreulicherweise wird die Marschrichtung gleich beim Opener klar
und deutlich, ein rhythmischer Harpsichord-Sound, ein kurzes Gitarrensolo,
in das die Band nach einer halben Minute doch recht wuchtig hereinbricht.
Im folgenden bietet das Septett einen in seinem Abwechslungsreichtum für
das Album beispielhaften Song, in dem schnelle wie getragene Parts ebenso
Gitarrenriffs, die man beinahe in der Power-Metal-Ecke erwarten würde,
zum gelungenen ersten Höreindruck beitragen. Des weiteren gefallen vor
allem „Afraid To Lose“, „The Cruelty Of Life“ und generell die
eher am Ende von „Paths“ platzierten Lieder. Texte liegen mir leider
keine vor, den Titeln entnehme ich aber einfach mal, dass sich doch das
eine oder andere Klischee wohl doch nicht vermeiden ließ, da die Songs
jedoch zu gefallen wissen, wollen wir an dieser Stelle mal nicht päpstlicher
als...na ja, lassen wir das, jeder wird wissen, was gemeint ist. Dem einen
oder anderen wird sicher der opernhafte Gesang von Sirkka Skald sauer
aufstoßen. Okay, es ist ja bekannt, dass das nicht Jedermanns Sache ist,
aber in diesem Fall macht es die Sänergin im Zusammenspiel mit Sänger/Gitarrist
Phillip Gnos wirklich gut. Es kommt einem auch nicht so vor, dass wir es
hier mit dem altbekannten Engelchen-Teufelchen-Spielchen zu tun haben, die
Vocalisten agieren nicht gegen- sondern vielmehr miteinander. Ich mag mich
trotz der Lobeshymnen dieser Review nicht allen im Info zitierten Kollegen
der schreibenden Zunft anschließen, die
EERINESS
„Gothic Metal in Vollendung“ unterstellen, „eine große Zukunft“
sehen oder „ein Versprechen für die Zukunft“ erkannt haben. Sicher
haben die sieben Schweizer ein Album mit vielen guten Liedern, aus denen
die Angesprochenen als Anspieltipps gelten können, vorgelegt, zum ganz
großen Wurf fehlt es aber noch ein kleines Stückchen. Einen Ausfall kann
ich zwar nicht erspähen, aber ein, zwei potentielle Hits sind eben auch
nicht vorhanden. Man sollte sich zu Beginn nicht verwirren lassen, dass
die CD nicht sofort zündet, viele versteckte Feinheiten entfalten sich
erst mit der Zeit, was aber auch schön ist, da hat man eine Weile was
von. So bleiben unterm Strich gute
7,5/10 Punkte"
Sleaze-Metal.com:
Bevor
ich mit dem Schreiben der Rezension des Albums „Paths“ der Schweizer
Band „Eeriness“ begann, habe ich erstmal ein paar Meinungen von
anderen Kritikern einholen wollen und gestossen bin ich auf alles andere
als frohlockende Äusserungen, die Scheibe wird regelrecht in den Dreck
gezogen. Die Produktion wird sogar mit „Metallica’s“ „St.Anger“
verglichen, was in der Tat kein Kompliment ist. Nun, „Paths“ ist
sicherlich nichts Neues aus dem Gothic Metal Sektor, aber sollen sie den
Stil neue erfinden oder was?
„Eeriness“ wurden 1996 in der Schweiz gegründet und von der einstigen
Formation ist nur noch Sänger „
Philipp
Gnos
“
mit dabei. 2003 veröffentlichte die Band ihr Debut Album mit dem Titel
„A Life Beyond the Shades of Time“ und nun steht der Nachfolger „Paths“
kurz vor der Veröffentlichung. Der Stil ist eigentlich leicht
beschreibbar, wer auf „Crematory“ und „Tristania“ steht der sollte
hier eigentlich seine Freude haben, ich zumindest gehöre dazu. Wie es bei
Gothic Metal Bands so üblich ist, gibt es auch hier eine zusätzliche
weibliche Schönheit am Mikro und die nennt sich im Fall von „Eeriness“,
liebevoll „Sirkka Skald“. Neben den tiefen Grunz Vox von „Gnos“
ist die sinnliche Stimme von „Sirkka“ wirklich eine Wohltat, die
beiden ergänzen sich aber wirklich gut. Kommen wir nun aber auf die Songs
zu sprechen und die sind zumindest in meinen Augen wirklich gut geworden.
Der Opener „Grief & Despair“ ist schon mal ganz amtlich, doch so
richtig geil wird es erst bei heroischen „Facing up to my Destiny“,
welche eine tolle Vocals Battle beinhaltet und dem knallharten „Thanatos“.
Auch sonst bietet „Paths“ eigentlich alles was ein Gothic Metal Fan
sich wünscht, die Melodien sind im grossen und Ganzen wirklich
erstaunlich stark und ich habe in meinem Leben schon verdammt viele
Produktionen gehört die schlechter sind als diese. Meiner Meinung nach
ist der Sound recht passabel und wenn man den Lautstärke Pegel nach Oben
dreht, recht druckvoll. Anspieltipps
gibt es einige: „Overshadowed“, „Time“, „Facing up to my Destiny“!
Zum
Schluss möchte ich noch eines klarstellen: Bei mir hat keine Band einen
Bonus, nur weil sie wie ich aus der Schweiz kommt, es ist nämlich eher so
dass man es hier schwerer hat als Band erst genommen zu werden, als
anderswo und das ist eigentlich traurig. „Paths“ eine Empfehlung?
Sicher doch, aber nur für Gothic Metal Fans!!
Autor: Vince
Feindesland.de:
Die
Schweizer Gothic Metal Band "Eeriness" läd uns mit ihrer neuen
Veröffentlichung "Paths" (erschienen am 23.03.07) dazu ein, sie
etwas auf ihren Wegen zu begleiten. "Paths" ist das zweite Album
des siebenköpfigen Projekts, deren Name auf deutsch "(die)
Unheimlichkeit" bedeutet.
Bevor ich diese Veröffentlichung zur Plattenrezension bekam, hatte ich
noch nie von "Eeriness" gehört. Also legte ich voller Spannung
das Werk in meinen CD-Player. Die ersten Klänge, ein getragenes
Gitarrenriff, das sich mittels Einsatz weiterer Instrumente zu einem
kraftvollen Opener steigert, ließen mich interessiert aufhorchen. ... Und
dann... setzte der Gesang von
Philipp Gnos
ein. Eine dunkle Stimme die
bald in ein kehliges Grunten übergeht, was mich im ersten Moment ein
wenig erschreckte, da es sich so schwer in die instrumentalen Klänge
einordnen ließ. Der Silberling lief durch und ich war mir unschlüssig.
Aber ich bin lern- und anpassungsfähig und konnte mich nach mehrfachem Hören
dennoch mit der Publikation anfreunden.
Im Allgemeinen kann ich sagen, dass das instrumentale Grundgerüst, das
Eeriness aufstellt, sehr gelungen ist. Mit melodischen Gitarrenriffs,
schnellen starken Drums, einem sich sehr harmonisch einfügenden
Violincello und dem gut eingesetzten Keyboard, wechseln sich
melancholische Stimmung und guter harter Metal ab. Das Zusammenspiel der
Instrumente schafft ein komplexes Klangbild, mit gelungenen Tempowechseln,
die ich besonders schätze.
Die Vocals liefern der bereits erwähnte Bandgründer
Philipp Gnos
und die Opernsängerin
Sirkka Skald. Wer jetzt an Nightwish denkt, liegt allerdings falsch.
Erstens steht der männliche Gesang im Vordergrund, während die weibliche
Stimme mit kurzen Arien eher ergänzend beiträgt. Zweitens sind Eeriness
weit härter, schneller und dunkler.
Mich stört an einigen Stellen die männlichen Vocals, die unpassend und
unrhythmisch wirken, wie z.B. bei dem Song 'Afraid to lose'.
Das Album "Paths" bietet 10 Songs, wobei das letzte Stück
instrumental ist. Die Platte wirkt in sich gut zusammengestellt. Eeriness
instrumentale Kompositionen sind einfach grundsolide und gelungen. Im
Gegensatz dazu stehen die Texte, die mich persönlich nicht besonders
ansprechen. Jedoch höre ich auch nicht bevorzugt Gothic Metal. Trotzdem
denke ich, dass sie dem Genre gerecht werden..., eben 'Grief and Despair',
so lautet auch der erste Titel auf der "Paths".
Fazit:
Ich würde jedem geneigten Hörer raten, die CD zwei oder dreimal zu hören,
wenn sie beim ersten Durchlauf noch nicht rockt. An Innovationspunkten
kann ich leider nur wenig verteilen, da eine grunzende Männerstimme und
klassischer weiblicher Gesang für mich typisch nach Gothic Metal klingen.
Das Cello wurde bereits von einigen anderen Projekten metaltauglich
gemacht, so dass man mich auch damit nicht beeindrucken kann. Aber die
Musik der Sieben gefällt mir ansonsten so gut, dass ich mich auch freuen
würde mal den einen oder andern Titel in meiner Stammdisco zu hören.
Punte 8 von 15/Sonne
Metal-district.de:
Wo
kein Licht da kein Schatten. Ein altes Sprichwort mit hohem
Wahrheitsgehalt, gerade wenn ich mir das zweite Album „Paths“ der
Schweizer Formation
EERINESS
anhöre. Die bereits seit 1996 bestehende Band hat sich dem Gothic Metal
verschrieben, ein Genre dem man nicht zu unrecht eine gewisse
Unbeweglichkeit nachsagt. Nichts desto trotz mag ich vieles aus dem Sektor
und um mal vorzugreifen, auch diese Scheibe gefällt mir ganz gut.
Geboten bekommt der geneigte Hörer eben die schon traditionelle Mischung
aus harten Riffs, sphärischen Keyboards, die auch mal wie ein Klavier
oder Cembalo klingen, und Cellobegleitung. Dies wird durch Vocals
angereichert die, wie könnte es auch anders sein, von einem grunzenden
Herren und einer Arien schmetternden Dame dargeboten werden. Diese
Eckpfeiler werden seit langem so eng mit dem Gothic Metal verbunden wie
Popeye mit Spinat. Dabei wird schnell mal vergessen, dass Gothic Metal gar
nicht so eindimensional ist wie oft gerne dargestellt aber das ist ein
anderes Thema.
Angenehm empfinde ich durchweg die Instrumentenfront, sinniges Riffing
oder sehr schöne Akkustische Gitarrenarbeit, die Rhythmussektion nicht
gerade beschwingt aber Solide und die Keyboardklänge binden sich sehr schön
in die Kompositionen, ebenso das Cello welches mich in der Art der
Verwendung ein wenig an die Doomer von CELESTIAL SEASON erinnert.
Erfreulich ist der teilweise sehr hohe Härtegrad, der sich doch ein gutes
Stück über alten THEATRE OF TRAGEDY oder TRISTANIA bewegt.
Der weibliche Gesang ist durchweg sehr an der Klassik, sprich an Opern
orientiert. Wohltuend ist dabei, dass die gute Sirrka Skald offenbar eine
intensive Gesangsausbildung absolviert hat und sehr genau weiß, was sie
da tut. Die starken Klassikanleihen verleihen dem ganzen einen Touch, den
man weniger mit Kapellen wie NIGHTWISH als mit dem einen oder andern Werk
von THERION vergleichen sollte, „Facing Up To My Destiny“ sticht in
der Art als erster Song heraus und ist ohnehin eines der Highlights.
Zusammen werden teils wunderschöne und atmosphärisch dichte Songs
geschaffen, die zwar bisweilen nicht vor textlichem Pathos zurückschrecken
aber zumindest „Grief And Despair“ hat einen sehr persönlichen Text,
der offenbar eine Abrechnung mit einer alten Liebe darstellt und somit
verzeihlich etwas mit der Melodieführung aneckt.
Aber die Rede war auch von Schatten und der geht überwiegend von zwei
Faktoren aus.
Zum einen ist der männliche Gesang von Phillip Gnos nicht immer überzeugend
und kann qualitativ mit dem dargebotenen Rest nicht mithalten. Die ganz
tiefen Growls kommen noch ganz gut und stellen eine angenehme Abwechslung
dar, je mehr er sich aber dem cleanen annährt, desto schiefer wirkt das
Ganze, auch wenn die gesanglichen Wechselparts an sich schön arrangiert
sind.
Zum
anderen taugt die Produktion nicht wirklich. Sie wirkt deutlich zu Stumpf
und nimmt viel der eigentlich hinter den Kompositionen steckenden Energie,
es sei denn man dreht die Anlage bis zum Anschlag auf. Dies wird den
eigentlichen Ambitionen der Musiker nicht im geringsten Gerecht und weckt
bei mir Neugier auf eine Variante mit einer anderen Produktion, so gibt
das Abzug in der B-Note.
Schlussendlich
haben wir mit „Paths“ ein recht schönes Gothic Metal Album das gar
nicht vorgeben will etwas anderes zu sein.
EERINESS
zelebrieren eine Musikrichtung die ihnen gefällt und an der sie gar
nichts groß ändern, sondern sie mit ihrer eigenen Auffassung davon
bereichern wollen und das ist ihnen ein Stück weit auch gelungen. Für
Genrefans ein sehr interessantes Album, für alle anderen wahrscheinlich höchstgradig
Geschmackssache.
Punkte 6,5/10
Trespass.ch:
Ausgehend
von den Songtiteln lässt sich nicht ausschliessen, dass "Paths"
das traurigste Werk der ganzen Musikgeschichte überhaupt darstellt.
"Overshadowed", also überschattet, sind die neuen Songs der
zwischen Metal und Klassik hin- und herpendelnden Band rund um Sängerin
Sirkka Skald. Zwischen "Neurosia" und "The cruelty of
Life" findet sich wahrlich nicht manches aufbauende Wort. Allerdings
stammt "Paths" ja auch aus einer verdrehten Welt, wo schwarz
nicht Beklemmung auslöst sondern Geborgenheit und Wärme spendet. Mutig
stellen Eeriness die Fragen, denen man selbst in der dunkelsten Stunde
auch nicht ausweichen kann – "…ich frage mich, wie viele Menschen
an mein Begräbnis kommen würden…?" – Für alle, die mit dieser
morbiden Schönheit nichts anfangen können, empfiehlt sich wohl eine
andere Religion. Wer aber ein Flair für Dialoge von Engeln und Dämonen
hat, muss sich ganz einfach mit der Band, in der lange Haare noch gar
nichts über das Geschlecht aussagen, auseinander setzen. Den Konflikt
dieser so verschiedenen Stile leben Eeriness auch musikalisch aus,
besonders wenn sie das Violoncello gegen die elektrische Gitarre antreten
lassen. Dass die CD in Deutschland eingespielt wurde, kann verschiedene Gründe
haben, aber auch Ausdruck der Ambitionen der Band sein. Je spezieller der
Stil desto grösser das Interesse an einem entsprechenden Einzugsgebiet.
Es ist aber gerade in diesem Musikstil erstaunlich, wie viele Bands sich
erfolgreich in der Schweiz tummeln. Die kürzlich rezitierten Legenda
Aurea oder die schlachterprobten Helden von Excelsis sind dafür nur zwei
Beispiele
Monthy
Earshot.at:
Zwar
lassen Bandname und Logo auf einen Black Metal-Act schließen, tatsächlich
aber hat sich die bereits 1996 gegründete Gruppe dem Gothic Metal
verschrieben. In den Anfangszeiten frönte man noch dem traditionellen
Heavy Metal, was man auf „Paths“ am Gitarrenspiel auch heraushören
kann. Ansonsten ist die Musik vom Wechsel zwischen dem weiblichen
Operngesang von Sirkka Skald und dem rauen Gesang von Philip Gnos, sowie
Celloklängen geprägt. Prinzipiell ist es also nichts Neues, was uns die
vier Herren und drei Damen auf „Paths“ bieten. Nichtsdestotrotz bewies
man ein gutes Händchen für eingängige Melodien und schafft es, den
geneigten Gothic Metal-Fan über die gesamte Spielzeit bei Laune zu
halten. Ein wirklich herausragender Song findet sich zwar auf dem Album
genauso wenig wie ein Totalausfall, weshalb „Paths“ für mich einfach
ein grundsolides, vielleicht etwas vorhersehbares Gothic Metal-Album
geworden ist.
Als Anspieltipp würde ich das im Vergleich zum restlichen Album ziemlich
harte „Thanatos“ nennen. Freunde von TRISTANIA, THE SINS OF THY
BELOVED, ELIS und wie sie alle heißen, werden von EERINESS sicher nicht
enttäuscht sein!
Punkte 5 von
7/Mike
Sounds2move.de:
Das
Mekka vieler Fans des Gothic Metal (bzw. ähnlicher Stile, die der
Einfachheit halber in die gleiche Schublade gesteckt werden) ist
unbestritten Skandinavien, aber auch die Niederlande haben einige große
Formationen hervorgebracht. Doch auch Deutschland (Xandria, Atargatis), Österreich
(Visions of Atlantis, Edenbridge) und die Schweiz (Lunatica) konnten
bereits mit einigen Erfolgen ihr Fähnchen auf der Genre-Landkarte setzen.
Aus zuletzt genanntem Alpenland stammen auch Eeriness, die mit ihrem
aktuellen Album „Paths“ ein weitestgehend klassisches Gothic Metal
Album abliefern.
Das
heißt im Klartext: Düstere Grundstimmung, rauer männlicher Gesang und
opernhafte Frauenstimme treffen auf weite Keyboardflächen und ruppig bis
melancholische Gitarrenarbeit. Im Falle der Alpenländer Eeriness wird das
Ganze jedoch noch um eine sehr stimmige, aber zugleich unübliche
Klangfacette erweitert, nämlich den Einsatz eines klassischen Cellos.
Zwar ist
Zorka Ciklaminy
mittlerweile nicht mehr Teil des Bandgefüges, aber dieser Effekt in
Sachen Wiedererkennungswert sollte zukünftig unbedingt beibehalten
werden, um nicht im Strudel der Klonkrieger unterzugehen. Wer musikalisch
einschlägigere Genrekollegen braucht, um sich zu orientieren, der
vermenge im Geiste Draconian und Hevein mit der Stimme einer Stephanie
Luzie (Darkwell, Atargatis). Breite Orchestrierung, wie sie vor allem die
Nordeuropäer gern verwenden, findet man hier unterdessen nicht. Dieses
solide Album offeriert zudem zwar auch nicht ansatzweise einen echten Überhit,
hat aber mit „Time“ und „Afraid to lose“ einige sehr vorzeigbare
Kompositionen zu bieten, die vor allem dann glänzen, wenn das punktgenau
- aber leider viel zu platt produzierte - Schlagzeug auf den weiblichen
Gesang von Sirkka Skald trifft. Und genau hier liegt der Hund bei diesem
Dreher auch begraben: Der Operngesang wie auch die instrumentale Seite müssen
sich keinesfalls verstecken und mit den Cello-Intermezzi hat man zudem
noch ein Ass im Ärmel. Doch leider Gottes müssen Eeriness alles in allem
den Preis vieler Underground-Bands zahlen – und der hört auf den verhängnisvollen
Namen Produktion. Denn mit einer breiteren, druckvolleren und einfach
fetteren (natürlich auch deutlich teureren) Studioproduktion wäre hier
mehr drin gewesen. So reicht es leider „nur“ für die Oberklasse im
Underground und das Tabellen Niemandsland zwischen UI-Cup und
Abstiegskampf im Oberhaus. Zumindest vorerst.
Markus
Rutten
Bright Eyes.de:
Gut gemeint und gut gemacht sind zwei schmale Grate, die auch noch
relativ eng beieinander liegen. Das muss meiner Meinung nach auch das
Septett erkennen, denn obwohl sich die 7 MusikerInnen 10 durchaus okaye
Songs aus den Rippchen geleiert haben, können sie für mein Empfinden
keine wirkliche Duftmarke mit ihrem Gothic Metal setzen. Zu oft hat man
das in den letzten 13 Jahren gehört. Ein Wechselspiel aus männlichem
Gegrölgrunze wie eine derbe Version von Ville Laihiala (Sentenced) und
einer Chantreuse (mit durchaus guter und ausgebildeter Stimme), dazu
Keyboards (wie Crematory light?), ein trauriges Cello, kräftige Beats,
die so gut wie nie schneller schlagen (Ausnahmen ‚Neurosia’ und ‚Thanatos’)
und Melodien zupfende Klampfen. Zusätzlich sind die Songs viel zu
statisch, auch wenn sich die Band bemüht, das Tempo zu variieren (z.B.
‚Beyond The Shades’). Der Sound ist fett und ich bin vielleicht auch
ungerecht, aber „Paths“ ist eine solide Scheibe ohne musikalischen
Ausfall, die ehrlich gesehen aber auch kein (Gothic-)Hörer braucht.
Nummern wie ‚Time’ (nette Nightwish-Keyboard-Anleihen und der Versuch
eines männlichen Klargesanges) sind ein Fingerzeig wie es besser gehen
kann, eine Empfehlung kann ich für
EERINESS
aber nicht geben.
7
von 13 Augen
Obilveon.de:
Mit
„Paths“ erscheint der zweite Silberling der Schweizer Eeriness.
Die zehn Songs des Gothic-Metal Albums vereinen das wohlbekannte
Klischee: Frau trällert in den höchsten Tönen, Mann grunzt oder
singt gepresst düster. Somit kommen automatisch die Parallelen zu
Theater of Tragedy, Nightwish, Tristania und Konsorten, nur leider mit
dem Ergebnis, dass diese das Klischee besser beherrschen. Songs wie
der Opener „Grief And Despair“ oder „Afraid to lose“ plätschern
belanglos vor sich hin. Etwas Neues gibt es nicht wirklich zu
entdecken und man hebt sich auch mit dem restlichen Album nicht von
der Masse ab, obwohl man bedeutend härter zur Sache geht. Schade
eigentlich, hatte ich mir doch durch den Einsatz von sieben Musikern
mit unterschiedlichen Instrumenten, u. a. auch einem Cello, doch mehr
versprochen. Auch der eingebrachte Death-Metal-Sound mit heftigen und
harten Gitarrenriffs zum weiblichen Operngesang ist zwar interessant
aber die Songs fesseln einen nicht, es bleiben nicht wirklich was hängen.
Jeder der Musiker versteht sein Handwerk, mehr oder weniger, aber der
Gesamteindruck wirkt nicht homogen, trotz der guten Produktion. Wäre
dies das Debüt der Band würde ich sagen, o.k. für den Anfang nicht
schlecht, aber so bin ich doch enttäuscht was sieben Musiker hier
zustande gebracht haben.
SSO;
4
von 10 Punkten
Idioglossia.de:
Diese Schweizer folgen der südeuropäischen Horde der von Keyboards und
Frauengesang angetriebenen Gruppen, die man gemeinhin als Gothic Metal
tituliert. Sie machen dabei wenig Aufsehen und keine Hit-Beute...Gewollt
oder nicht? - Ich plädiere für letzteres.
Dass die Texte sich fast wie Prosa lesen - von ihrer Hemdsärmeligkeit
abgesehen - und im Booklet keine Strophenunterteilung erfahren, gibt
gleichsam einen Hinweis auf das Musikalische des zweiten Albums der Band.
Widerhaken und Höhepunkte - sowohl emotionaler wie dynamischer Art -
sucht man vergeblich. Die Dreiviertelstunde bewegt sich auf einem
Stimmungslevel bei gleicher Klangfarbe trotz üppiger Besetzung. So wärmend
sich das Cellospiel annimmt, so irritierend ist der Verbund gekonnten
Soprangesangs mit dem ansatzweise melodischen Grölen von
Philipp Gnos
, der wie Dark At Dawns Buddy Kohlrausch im Vollsuff klingt: oft
uninspiriert und neben der Spur. Bis auf einige traditionsmetallische
Melodiegitarren im Opener bieten die Sechssaiter allenfalls
Genre-Kantinenfraß, der sättigt, ohne zu befriedigen. "Thanatos"
erreicht dabei beachtliche Härte, auch weil die Tasten nicht sehr
dominant klimpern, bleibt aber fantasielos.
Das schrubbende Death-Metal-Ende von "Neurosia" ist gänzlich
unpassend und ein weiteres Indiz dafür, dass
EERINESS
am Stückeschreiben noch stark arbeiten müssen. Ihre Texte, so sie sich
denn mit den üblichen Themen auseinandersetzen, sollten gleichfalls ihres
Stallgeruchs entledigt werden - dann könnte man auch die Lobhudeleien der
Presse nicht mit einem Kopfschütteln (seitwärts) quittieren. Wenn selbst
Napalm Records sich bisher nicht ihrer Nachbarn angenommen haben, muss
auch ein deutliches Defizit vorliegen...
FAZIT: Gothic Metal, welcher der Form genügt, ohne mitreißende Musik
darzustellen. Handwerkliche Defizite wollen durch die optische und
produktionstechnische Präsentation verschleiert werden. Das Passt zu
einem Genre, das oft mehr Schein als Sein wiederspiegelt.
Metal.de:
Musik
aus der Schweiz ist in diesem Monat besonders stark in meinem CD-Schacht
vertreten. Denn neben TRIBAL kommen auch
EERINESS
aus dem Lande der legalen Geldwäsche, der verträumt schellenden
Kuhglocken und der manischen Uhrwerktüftler. Die Band existiert seit 1996
und möchte mit ihrer Musik "die schwarze Flagge des Gothic
hochhalten". Das stimmt schon mal recht nachdenklich. Oder wollte ich
eigentlich bedenklich sagen? Wie dem auch sei,
EERINESS
'
zweite vollwertige Veröffentlichung nennt sich "Paths". Das
seltsame, eine eigenwillige Mixtur von Muschel- und Wendeltreppenthematik
aufgreifende Cover ist zumindest genretypisch plakativ und läßt schon
mal keine allzuguten Vorahnungen aufkommen...
Cembalo-Keyboards stimmen ein auf "Grief And Despair", einen aus
kratzigen männlichen Vocals, Operngeträller einer Elfe und barocken
weichen Gitarren bestehenden Opener. Es gibt Tempo, schwebende Keys, das
Arienhafte hatten wir schon irgendwo. Härter als HIM sind sie, auch
ältere THEATER OF TRAGEDY hängen sie in Punkto Heaviness ab. "Neurosia"
verfolgt das gleiche Schema weiter, anfangs fast wie butterweicher
Plüsch-Black-Metal klingelnd, folgt dann der schon zu diesem frühen
Zeitpunkt nervende maskuline Gesang, da kann auch die Geige nichts retten.
Vom Song bleibt nichts haften, es fehlen Höhen und Tiefen, trotz des
"Die-Schöne-und-das-Biest"-Gegensatzes. Die Gitarren bleiben
stumpf, ebenso das Schlagwerk, seltsam produziert, das Ganze. Ein wenig
erinnert mich das an den klappernden Mülltonnendeckelsound der letzten
METALLICA, im Gegensatz zu "St. Anger" jedoch darf man im Falle
von
EERINESS
wohl keine Absicht unterstellen. Am Ende des Tracks gibts sogar
Death-Vocals, allerdings wenig erhebend vorgetragen, zu rauh und zu kehlig
in diesem musikalischen Zusammenhang. Alle oben aufgezählten Eigenarten
durchziehen auch sämtliche folgenden Songs, es wird munter operettenhaft
gezwitschert, hart an der Schmerzgrenze, die Plastikkeyboards passen
einfach nicht dazu; sowas fand ich schon zu Bubenzeiten bei RONDO
VENEZIANO nicht sehr geglückt. Einen anderen Sänger brauchen sie auch.
Unbedingt.
Das ohnehin eine jede Innovation konsequent ablehnende Gothic-Genre hat
mit
EERINESS
eine Band dazugewonnen, die Außenstehende zu Recht die Brauen unwirsch
runzeln lassen dürfte. Leider auch die im inneren Kreis. Denn geboten
wird nichts, was nicht schon von TRAIL OF TEARS, TRISTANIA, THEATER OF
TRAGEDY und Konsorten bereits vor fast zehn Jahren vorgemacht worden
wäre, zwar auch nicht gerade grandios, aber immerhin besser.
Musikgeschichte schreiben wird keine dieser Bands,
EERINESS
ganz sicher nicht. Total langweilig, spannungsarmes Songmaterial, Vocals
wie aus einem drittklassigen Hörspiel, das ist heute einfach zu wenig.
Selbst für ein dermaßen limitiertes Genre wie das Gothic-Segment. Wenn
sie verschiedene Stimmungen erzeugen könnten oder überraschende
Einfälle hätten wie z.B. LYRIEL es kürzlich vorgemacht haben, doch
nichts dergleichen. An die großartigen PARADISE LOST oder MOONSPELL kommt
ohnehin keine dieser Bands auch nur anflugweise heran. Aber das sind ja
auch keine wirklichen Gothic-Combos. Sorry, aber für
EERINESS
sind da sind nur drei Punkte drin.
Stendahl